Für mehr künstlerische Freiheit: Rezension des Kult-Buchs Der Weg des Künstlers
Wer seinen kreativen Blockaden endgültig den Kampf ansagen will, der kommt um Der Weg des Künstlers von Julia Cameron nicht vorbei. Da ich nach Lesen des Buchs unter anderem meinen ersten Roman geschrieben und diesen Blog gegründet habe, wird es höchste Zeit für einen offiziellen Buchtipp.
Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, dann weißt du, dass ich immer wieder auf Julia Cameron und ihre Kreativitäts-Techniken zurückkomme. Nicht umsonst trägt mein Blog den Titel Künstlertreffgedanken! Denn das Konzept der Künstlertreffs stammt ursprünglich aus Der Weg des Künstlers von Julia Cameron, einem Buch, das den Leser in einem 12-Wochen-Kurs dabei hilft, seine Kreativität zu entfalten.
Von dem Untertitel Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität solltest du dich dabei nicht abschrecken lassen – denn obwohl Spiritualität immer wieder eine Rolle spielt, bietet das Buch auch für überzeugte Atheisten hilfreiche Werkzeuge und Ermutigungen. Und so viel sei gesagt: Es handelt sich um mehr als nur ein schnödes Buch über Kreativität.
Wie schon gesagt, ist Der Weg des Künstlers als 12-Wochen-Kurs strukturiert. Dabei wendet sich Julia Cameron jede Woche einem anderen Lebensbereich zu und stellt der Leserin verschiedene Aufgaben. Auf diese Weise kannst du Stück für Stück deine kreativen Blockaden abbauen und deine innere Künstlerstimme stärken.
Die Übungen haben dabei nicht immer einen klaren Bezug zum Thema Kreativität, denn es geht in erster Linie darum, das Gefühl für verschiedene Lebensbereiche wiederzugewinnen – so zum Beispiel für die eigene Identität, aber auch für Aspekte wie Selbstbestimmung und Reichtum. Dennoch läuft alles letztlich darauf hinaus, dass du ein kreatives Leben führen kannst. Und zwar mit allem, was dazu gehört.
Begleitet werden die wöchentlichen Aufgaben von zwei Grundprinzipen:
Den Glauben an eine höhere Macht – ganz egal ob an einen Gott oder an das Universum – kann man als ein drittes Grundprinzip bezeichnen. Wie schon gesagt, muss man für den Kurs nicht gläubig sein. Eine spirituelle Offenheit hilft aber dabei, sich auf die Reise einzulassen und auch Phänomene wie zum Beispiel Synchronizität wahrzunehmen.
„Jetzt hat sie schon wieder so ein neues Wort in den Raum geschmissen“, denkst du dir vielleicht. Was ist denn bloß Synchronizität?
Synchronizität ist ein Konzept, das auf Carl G. Jung zurückgeht. Es beschreibt ein Phänomen, bei dem zufällige Ereignisse einen sinnvollen und für die jeweilige Person bedeutungsvollen Zusammenhang aufweisen.
Das kann zum Beispiel ein erhörtes Gebet sein oder ein Traum, der plötzlich zur Realität wird. Cameron bezeichnet Synchronizität unter anderem so: „ein intelligentes Universum, das uns antwortet und in unserem Interesse agiert und reagiert.“ (S. 118 im Weg des Künstlers)
Für mich war es eine Synchronizität, wie ich auf das Buch gestoßen bin. Ich war ungefähr achtzehn Jahre alt, als ich mit meinem Leben unzufrieden war und dringend etwas ändern wollte. Eine komische Sehnsucht zog mich durchs Leben – die Sehnsucht nach mehr. Auf meiner Suche nach Ratgeberliteratur hielt ich in der Buchhandlung plötzlich Der Weg des Künstlers in den Händen.
Doch irgendetwas daran war seltsam. „Wieso gibt es da so viele Aufgaben?“, fragte ich mich beim Durchblättern. „Und warum ist es so spirituell?“ Ich schlussfolgerte also, dass es nicht das Richtige für mich war. Und doch wollte es mir tagelang nicht aus dem Kopf gehen. Das Buch war von einem rätselhaften Schleier umgeben, der mich neugierig machte. Da ich mich an den Titel nicht mehr erinnern konnte, führte mich mein Weg zurück in die Buchhandlung, und ich musste ziemlich lange suchen, bis ich es endlich wiederfand.
Letztlich waren die Aufgaben in dem Buch genau das, was ich brauchte – denn endlich sagte mir jemand genau, was ich tun kann, um mein Leben zu verbessern.
Der Weg des Künstlers ist mehr als nur ein Buch über Kreativität. All die Übungen von Julia Cameron sind letztlich dazu da, herauszufinden, wer wir wirklich sind und was wir im Leben wollen. Und obwohl ich mein Leben lang schon immer viel geschrieben habe, wurde mir erst durch den Weg des Künstlers bewusst, dass es das ist, was ich wirklich will: Schreiben.
Das Buch hat mir geholfen, an meinen innersten Wünschen zu arbeiten und all meine merkwürdigen Eigenheiten lieben zu lernen. Wenn ich mal wieder eine Blockade habe oder im Leben nicht weiter weiß, dann greife ich darauf zurück und weiß wieder, was zu tun ist.
Daher habe ich oft das Gefühl, dass ich nach Woche 12 eigentlich schon wieder von vorne beginnen könnte. Ich habe den Kurs bereits zwei Mal gemacht, und jedes Mal sind dabei neue wegweisende Dinge in meinem Leben passiert. Dabei habe ich die Aufgaben beim zweiten Mal immer innerhalb eines Monats erledigt. Das ist also auch eine Möglichkeit, wie du den Kurs in dein Leben integrieren kannst – in deinem ganz eigenen Rhythmus.
Der Weg des Künstlers ist eins der wenigen Bücher in meinem Regal, das total zerliebt und zerlesen ist. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Für mehr künstlerische Freiheit: Rezension des Kult-Buchs Der Weg des Künstlers
Wer seinen kreativen Blockaden endgültig den Kampf ansagen will, der kommt um Der Weg des Künstlers von Julia Cameron nicht vorbei. Da ich nach Lesen des Buchs unter anderem meinen ersten Roman geschrieben und diesen Blog gegründet habe, wird es höchste Zeit für einen offiziellen Buchtipp.
Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, dann weißt du, dass ich immer wieder auf Julia Cameron und ihre Kreativitäts-Techniken zurückkomme. Nicht umsonst trägt mein Blog den Titel Künstlertreffgedanken! Denn das Konzept der Künstlertreffs stammt ursprünglich aus Der Weg des Künstlers von Julia Cameron, einem Buch, das den Leser in einem 12-Wochen-Kurs dabei hilft, seine Kreativität zu entfalten.
Von dem Untertitel Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität solltest du dich dabei nicht abschrecken lassen – denn obwohl Spiritualität immer wieder eine Rolle spielt, bietet das Buch auch für überzeugte Atheisten hilfreiche Werkzeuge und Ermutigungen. Und so viel sei gesagt: Es handelt sich um mehr als nur ein schnödes Buch über Kreativität.
Inhalt des Buchs „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron
Wie schon gesagt, ist Der Weg des Künstlers als 12-Wochen-Kurs strukturiert. Dabei wendet sich Julia Cameron jede Woche einem anderen Lebensbereich zu und stellt der Leserin verschiedene Aufgaben. Auf diese Weise kannst du Stück für Stück deine kreativen Blockaden abbauen und deine innere Künstlerstimme stärken.
Die Übungen haben dabei nicht immer einen klaren Bezug zum Thema Kreativität, denn es geht in erster Linie darum, das Gefühl für verschiedene Lebensbereiche wiederzugewinnen – so zum Beispiel für die eigene Identität, aber auch für Aspekte wie Selbstbestimmung und Reichtum. Dennoch läuft alles letztlich darauf hinaus, dass du ein kreatives Leben führen kannst. Und zwar mit allem, was dazu gehört.
Kreative Grundprinzipien von Julia Cameron
Begleitet werden die wöchentlichen Aufgaben von zwei Grundprinzipen:
Den Glauben an eine höhere Macht – ganz egal ob an einen Gott oder an das Universum – kann man als ein drittes Grundprinzip bezeichnen. Wie schon gesagt, muss man für den Kurs nicht gläubig sein. Eine spirituelle Offenheit hilft aber dabei, sich auf die Reise einzulassen und auch Phänomene wie zum Beispiel Synchronizität wahrzunehmen.
Synchronizität oder: wie ich auf das Buch gestoßen bin
„Jetzt hat sie schon wieder so ein neues Wort in den Raum geschmissen“, denkst du dir vielleicht. Was ist denn bloß Synchronizität?
Synchronizität ist ein Konzept, das auf Carl G. Jung zurückgeht. Es beschreibt ein Phänomen, bei dem zufällige Ereignisse einen sinnvollen und für die jeweilige Person bedeutungsvollen Zusammenhang aufweisen.
Das kann zum Beispiel ein erhörtes Gebet sein oder ein Traum, der plötzlich zur Realität wird. Cameron bezeichnet Synchronizität unter anderem so: „ein intelligentes Universum, das uns antwortet und in unserem Interesse agiert und reagiert.“ (S. 118 im Weg des Künstlers)
Für mich war es eine Synchronizität, wie ich auf das Buch gestoßen bin. Ich war ungefähr achtzehn Jahre alt, als ich mit meinem Leben unzufrieden war und dringend etwas ändern wollte. Eine komische Sehnsucht zog mich durchs Leben – die Sehnsucht nach mehr. Auf meiner Suche nach Ratgeberliteratur hielt ich in der Buchhandlung plötzlich Der Weg des Künstlers in den Händen.
Doch irgendetwas daran war seltsam. „Wieso gibt es da so viele Aufgaben?“, fragte ich mich beim Durchblättern. „Und warum ist es so spirituell?“ Ich schlussfolgerte also, dass es nicht das Richtige für mich war. Und doch wollte es mir tagelang nicht aus dem Kopf gehen. Das Buch war von einem rätselhaften Schleier umgeben, der mich neugierig machte. Da ich mich an den Titel nicht mehr erinnern konnte, führte mich mein Weg zurück in die Buchhandlung, und ich musste ziemlich lange suchen, bis ich es endlich wiederfand.
Letztlich waren die Aufgaben in dem Buch genau das, was ich brauchte – denn endlich sagte mir jemand genau, was ich tun kann, um mein Leben zu verbessern.
Mehr als nur Kreativität: Persönliches Wachstum und Selbstentwicklung
Der Weg des Künstlers ist mehr als nur ein Buch über Kreativität. All die Übungen von Julia Cameron sind letztlich dazu da, herauszufinden, wer wir wirklich sind und was wir im Leben wollen. Und obwohl ich mein Leben lang schon immer viel geschrieben habe, wurde mir erst durch den Weg des Künstlers bewusst, dass es das ist, was ich wirklich will: Schreiben.
Das Buch hat mir geholfen, an meinen innersten Wünschen zu arbeiten und all meine merkwürdigen Eigenheiten lieben zu lernen. Wenn ich mal wieder eine Blockade habe oder im Leben nicht weiter weiß, dann greife ich darauf zurück und weiß wieder, was zu tun ist.
Daher habe ich oft das Gefühl, dass ich nach Woche 12 eigentlich schon wieder von vorne beginnen könnte. Ich habe den Kurs bereits zwei Mal gemacht, und jedes Mal sind dabei neue wegweisende Dinge in meinem Leben passiert. Dabei habe ich die Aufgaben beim zweiten Mal immer innerhalb eines Monats erledigt. Das ist also auch eine Möglichkeit, wie du den Kurs in dein Leben integrieren kannst – in deinem ganz eigenen Rhythmus.
Der Weg des Künstlers ist eins der wenigen Bücher in meinem Regal, das total zerliebt und zerlesen ist. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.