Künstlertreffgedanken

Eine Suche nach Kultur, Kreativität und Inspiration

Wundersame Schreiborte – Buchtipp: Schreibwelten von Alex Johnson

Beim Stöbern in der Buchhandlung bin ich auf einen Schmöker gestoßen, in dem es um besondere Orte geht, nämlich jene Räume, in denen Schriftsteller und Schriftstellerinnen ihre Werke erschaffen. Ich beschloss, mir das hübsche, pastellgrüne Hardcover-Buch für meinen Urlaub zu...

Zeitreise ins Ruhrgebiet der 80er Jahre – Serientipp: Tour de Ruhr (1981)

In der Serie Tour de Ruhr geht es unverfälscht und schroff zu. Denn nicht nur die Strecke der Fahrradtour hat jede Menge Schlaglöcher zu bieten, sondern auch die Dialoge der Figuren. Warum es sich auch heute noch lohnt, die Kultserie...

Warum du im Pyjama schreiben solltest

„Zieh dich zum Schreiben an, als gingest du zur Arbeit“ – so lautet ein Schreibtipp, den ich vor Kurzem entdeckt habe. Doch wieder einmal stellte sich beim Ausprobieren heraus, dass ich anderer Meinung bin. Über die Individualität von Schreibroutinen.

Ein Blütenmeer in der Zechenlandschaft: Die Halde Hoheward

Endlich bin ich hierhergekommen. Weil ich raus musste aus dem Chaos in meinem Kopf und hinein in die Welt. Auf dem Weg nach oben pochen meine Muskeln, weil ich mich für die Metalltreppen entschieden habe, die über zwei Aussichtsplattformen auf...

Tauben und Kumpel – Buchtipp: Tauben von Karin Schneider

Es ist ein Uhr nachts, ich stehe leicht angetrunken im Museumsshop des Ruhr Museums und halte ein Buch über Tauben in der Hand. Da stellen sich gleich mehrere Fragen: Wieso hat das Museum noch geöffnet? Warum bin ich angetrunken? Und...

Künstlertreff in Frankreich: Mein Leben in Aix-en-Provence

Es ist toll, in Aix-en-Provence zu leben, denn es ist eine sichere und ruhige Stadt, in der dennoch total viel los ist. Eine Mischung aus Studenten und älteren, bourgeoisen Leuten eben. C'est beau la petite Bourgeoisie qui boit du Champagne......
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Künstlertreffgedanken

Eine Suche nach Kultur, Kreativität und Inspiration

Künst|ler|treff [ˈkʏnstlɐtrɛf], der; -s: wöchentliches Zeitfenster, das jemand sich freihält, um sein kreatives Bewusstsein und seinen inneren Künstler zu nähren.

Unberechenbarer Wahnsinn – Filmtipp: Victoria

Dunkle Bässe, stroboskopische Lichter und die schemenhafte Silhouette unserer Protagonistin – mit diesen Bildern werde ich Teil des Berliner Nachtlebens, das ich für die nächsten 140 Minuten nicht mehr verlasse. Victoria ist ein besonderer Film, das wusste ich von Anfang an, als ich den Film 2015 in dem kleinen Essener Kinosaal im Astra Theater &...

Ravage von Mogli: Weil Kunst mich selbst und andere heilt

Mit der Kombination aus Musik, Film und Tanz hat Mogli in Ravage ein einzigartiges Gesamtkunstwerk geschaffen, das sowohl inspirierend als auch heilsam ist. Das Album zeigt, dass Kunst nicht nur die Künstlerin selbst, sondern auch andere Menschen heilen kann.

Fußabdrücke hinterlassen: Ein Spaziergang am Schloss Broich in Mülheim

Ich starte mit gemischten Gefühlen in meinen Künstlertreff. Auch wenn es heute nicht Südfrankreich wird, so gibt es doch genügend andere Möglichkeiten, um etwas Abstand zu gewinnen. Dieses Mal fahre ich nach Mülheim an der Ruhr und sehe mir das Schloss Broich an. Und obwohl mir noch immer mulmig zumute ist, spüre ich schon auf...

Pappmaché ohne Perfektionismus: ein Workshop auf Zollverein

Es ist ein Mittwochabend auf dem winterlich-düsteren Gelände der Zeche Zollverein. Obwohl bis auf einige Spaziergänger alles verlassen zu sein scheint, leuchtet in Halle 12 auf Schacht XII noch ein Licht. Es ist das Fenster der ARKA-Kulturwerkstatt, in der sich eine kleine Gruppe von Menschen zusammengefunden hat, um gemeinsam mit Pappmaché zu arbeiten.

Künstler und ihre Blockaden: Fuck RocknRoll von Alligatoah

Als ich bei den Lyrics von Alligatoahs Fuck Rock’n’Roll genauer hinhörte, fühlte ich mich erwischt. Schließlich zählt er darin jegliche Arten von Künstlern auf, die sich zutiefst an ihren Blockaden ergötzen, statt wirklich Kunst zu machen. Alligatoah zeigt uns, wie bemitleidenswert wir Künstler sind.

Buchtipp: Der Markisenmann von Jan Weiler

Nach einem Unglück wird die fünfzehnjährige Kim von ihren Eltern dazu verdonnert, die Sommerferien bei ihrem Vater zu verbringen. Es ist das erste Mal, dass sie ihren Vater kennenlernt – bisher war er für Kim immer nur „der Unscharfe“. Natürlich ist Ronald Papen dann ganz anders als erwartet.

Warum du über etwas schreiben solltest, das du nicht kennst

Verheerende Fehler lauern überall dort, wo der Autor über etwas schreibt, das er nicht kennt. Wie ein vielköpfiges Monster bäumen sie sich hinter dem Schreibenden auf und machen ihm Vorwürfe: „Dein Text ist unauthentisch, viel zu oberflächlich, ja nahezu dumm!“ Ich möchte dem vielköpfigen, dämonisch lachenden Monster etwas entgegensetzen.

Am Gipfel des Ruhrgebiets: Der Gasometer in Oberhausen

Den Gasometer in Oberhausen habe ich schon oft von Weitem gesehen, da er als höchstes Gebäude des Ruhrgebiets stets heraussticht. Dabei sah ich auch das riesige Werbebanner für Das zerbrechliche Paradies, eine beeindruckende Ausstellung über unseren Planeten, die ich mir heute ansehe. Komm mit mir aufs Gasometer-Panoramadach und entdecke den Gipfel des Ruhrgebiets!

Herbstmelancholie

Ich sitze auf einer Treppe vor dem Riesenrad Wilhelm und halte eine Tüte Churros in der Hand. Sie sind nicht mehr ganz frisch und haben nur wenig Zucker, aber sie geben mir etwas zu tun, einen Grund, hier herumzusitzen und in die Gegend zu starren. Das Riesenrad ist mit unzähligen Lichtern bestückt, die in bunten...
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