Jetzt im Juni fallen für mich zwei schöne Ereignisse zusammen: Mein Blog feiert seinen ersten Geburtstag und die Route Industriekultur hat ihr 25-Jähriges Jubiläum. Ich nutze die Gelegenheit, um auf meinen kreativen Prozess zurückzublicken: Was es heißt, ein Jahr lang...
Die Freunde Erik und Phillip träumen von einer Karriere als Schriftsteller. Sie werfen ihre Manuskripte in den Briefkasten und denken über die Möglichkeiten nach, die ihnen das Leben zu bieten hat – was könnte passieren? Und wie wird sich das...
Der Rundweg führt mich in zwei riesige, verstaubte Wagenhallen, in denen eine Dampflok neben der anderen steht. Einige der Lokomotiven kann man von innen begutachten, wie zum Beispiel den Postwagen, doch bei den meisten bleibt es bei einem äußeren Eindruck....
Es ist, als hätte ich dieses Buch einfach finden müssen. Es war früh morgens, ich wollte mir die Zeit vertreiben, bis die Cafés öffnen, und flanierte daher melancholisch gestimmt über die Rü. Zu diesem Zeitpunkt war mein Leben ein einziges...
Die Bewohner der Margarethenhöhe schmücken ihre Gärten und Häuser so schön, dass es jede Menge zu beobachten gibt: sprießende Blütenknospen, Osterdekorationen wie aus dem Bilderbuch, allerhand seltsame Figuren, die mich von da und dort anblicken, Moos auf den Dachziegeln und...
Heute Morgen habe ich mein Handy in der Bahn vergessen. Das heißt, ich habe es in Wirklichkeit in meinem Rucksack vergessen. Dabei hatte ich es absichtlich dort verstaut: Während ich melancholisch aus dem Fenster der U-Bahn sah und das goldene...
Eine Suche nach Kultur, Kreativität und Inspiration
Künst|ler|treff [ˈkʏnstlɐtrɛf], der; -s: wöchentliches Zeitfenster, das jemand sich freihält, um sein kreatives Bewusstsein und seinen inneren Künstler zu nähren.
Es ist ein Mittwochabend auf dem winterlich-düsteren Gelände der Zeche Zollverein. Obwohl bis auf einige Spaziergänger alles verlassen zu sein scheint, leuchtet in Halle 12 auf Schacht XII noch ein Licht. Es ist das Fenster der ARKA-Kulturwerkstatt, in der sich eine kleine Gruppe von Menschen zusammengefunden hat, um gemeinsam mit Pappmaché zu arbeiten.
Als ich bei den Lyrics von Alligatoahs Fuck Rock’n’Roll genauer hinhörte, fühlte ich mich erwischt. Schließlich zählt er darin jegliche Arten von Künstlern auf, die sich zutiefst an ihren Blockaden ergötzen, statt wirklich Kunst zu machen. Alligatoah zeigt uns, wie bemitleidenswert wir Künstler sind.
Nach einem Unglück wird die fünfzehnjährige Kim von ihren Eltern dazu verdonnert, die Sommerferien bei ihrem Vater zu verbringen. Es ist das erste Mal, dass sie ihren Vater kennenlernt – bisher war er für Kim immer nur „der Unscharfe“. Natürlich ist Ronald Papen dann ganz anders als erwartet.
Verheerende Fehler lauern überall dort, wo der Autor über etwas schreibt, das er nicht kennt. Wie ein vielköpfiges Monster bäumen sie sich hinter dem Schreibenden auf und machen ihm Vorwürfe: „Dein Text ist unauthentisch, viel zu oberflächlich, ja nahezu dumm!“ Ich möchte dem vielköpfigen, dämonisch lachenden Monster etwas entgegensetzen.
Der Gasometer ist das größte und höchste Industriedenkmal des Ruhrgebiets. Der ehemalige Scheibengasbehälter ähnelt einem riesigen Metallfass. Nach der Stilllegung wurde er zur größten Ausstellungshalle Europas umgebaut, die ich mir bei meinem Künstlertreff genauer ansehe.
Ich sitze auf einer Treppe vor dem Riesenrad Wilhelm und halte eine Tüte Churros in der Hand. Sie sind nicht mehr ganz frisch und haben nur wenig Zucker, aber sie geben mir etwas zu tun, einen Grund, hier herumzusitzen und in die Gegend zu starren. Das Riesenrad ist mit unzähligen Lichtern bestückt, die in bunten...
Ich war bestimmt ein Jahr lang nicht hier, obwohl der Eintritt in die Sammlung frei ist und man gut Inspiration sammeln kann. Vor allem liebe ich die Architektur des Folkwang Museums . Sie stammt von David Chipperfield, der schon sehr viele bekannte Museen entworfen hat. Eigentlich dürfte ich seine Architektur nicht mögen, weil sie so...
In dem Film Mustang von Deniz Gamze Ergüven aus dem Jahr 2015 geht es keineswegs um Pferde, sondern um die fünf Schwestern Lale, Nur, Ece, Selma und Sonay, die bei ihrer Großmutter (Nihal Koldaş) in einer abgelegenen, ländlichen Region in der Türkei aufwachsen. Aus der Perspektive der jüngsten Schwester Lale (Güneş Şensoy) erzählt der Film...
‚Die Menschen bei dir Zuhause‘, sagte der kleine Prinz, ‚züchten fünftausend Rosen in ein und demselben Garten und sie finden dort nicht, was sie suchen. Und dabei kann man das, was sie suchen, in einer einzigen Rose oder in einem bisschen Wasser finden.‘